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Wie sollen wir, junge Eltern, unser europäisches Kind erziehen ?

Herzlichen Glückwunsch ! Ihr wusstet es vielleicht nicht aber wir sind alle junge, neue, und unerfahrene Eltern : von Europa. Und wir wissen anscheinend nicht wirklich wie wir dieses Kind erziehen sollen.

 

Um Heute besser zu verstehen müssen wir zuerst zurückblicken . Es gab eine Zivilisation die Jahrtausende zuvor schon eine ganz moderne Vision von seinem Reich hatte, und die sah wie Europa aus. Auch wenn man Rom und Europa nicht ganz vergleichen kann (das eine war eher militärisch und das andere eher wirtschaftlich angelegt usw.) gibt es Ähnlichkeiten die uns in der Suche nach Lösungen helfen könnten.

 

Das Römische Reich, eine der großen Kräfte seiner Zeit, begann im Jahr 27 vor Christus und wurde im Jahr 285 zu mächtig um nur von Rom regiert zu werden. Deshalb trennte Kaiser Dioclétien das Reich in zwei Hälften. Der westliche Teil bestand bis zum Jahr 476 während der östliche Teil bis 1453 überlebte. In sämtlichen Geschichtsbüchern wird darüber geschrieben, wie diese Kaiserzeit die aktuelle Zivilisation beeinflusst hat. Wir sprechen ja oft von dem Einfluss den Rom auf unsere Vorstellung von Europa gehabt hat und auf die Welt wie wir sie uns noch jetzt im XXI Jahrhundert vorstellen.

 

Ein Autor, Wilson, schreibt, wie wichtig es ist diese römische Geschichte zu betrachten um unsere derzeitigen Probleme besser zu verstehen. Er schreibt darüber wie die Erweiterung von 2004 und die Wirtschaftskrise in 2008 die Meinungen über Europa geteilt haben. Mehr denn je nimmt Nationalismus einen erschreckenden Platz in der Politik und ihre entzückenden politischen Parteien wie die englische UKIP, die deutsche AFD oder der französische FN finden überall neue Anhänger. Die Situation in Europa ist besorgniserregend : endlose Erweiterung ohne wirkliche Kontrolle der Zugangsbedingungen (zB der Fall über Griechenland und Goldman Sachs), unangemessen hohe Wohlstandsunterschiede, usw. Dies führt zu Problemen bei der Zusammenführung, die kein Mitgliedstaat ignorieren kann.

 

Ähnlich wie im römischen Reich, dessen Linie bis zum Ende hin nicht genau gezogen wurden, keine definierte Hauptstadt, keine einheitliche Sprache und völlig verschiedene Kulturen hatte, fehlt der EU in der wir heute leben der Klebstoff, der eine wahre Einheit schaffen könnte : vielleicht eine klare Hauptstadt mit einem definierten und wirksamen politischen Kern ? Doch war es Rom gelungen die Bürger zu vereinen, auch wenn es keine wirkliche Organisation der Bürger gab und noch mehr Unterschiede zwischen allen als heute. Genau das existiert noch jetzt und hier, und das ist nicht das Problem. Im Gegensatz zu dem was einige uns sagen wollen sind unterschiedliche Kulturen nicht das Problem, welches eine Union als Europa vom laufen verhindert. Rom hat es ja hunderte von Jahren früher gezeigt : überleben ist möglich mit Zusammenleben der Völker. Aber Europa und Rom fehlt das gleiche : ein direkter Bund mit den Bürgern. Alles passiert zwischen Bürger und Land, danach zwischen Land und Europa, selbst wenn man die europäischen Gerichte greift behält der europäische Recht seinen Primat, aber die nationalen Verfassungen bleiben eine wichtige Einschränkung für die Einheit des europäischen Rechts. Jede EU Richtlinie hat unterschiedliche Auswirkungen je nach nationalem Recht in Kraft. Dazu sind von einem Land zum anderen die Kriterien für die Staatsbürgerschaft nicht die gleichen aber am Ende verleihen alle Pässe, die gleichen Rechte in der gesamten EU gewähren. Viele verschiedene Mängel, die den Traum von einer vereinten und wirksamen EU fast unmöglich machen.

 

Trotz der Ähnlichkeiten zwischen Vorfahren und Nachkommen müssen die Besonderheiten unseres Europas uns daran erinnern, dass wir nicht die Römer der Vergangenheit sind und der Kontext nicht ganz das gleiche ist. Wo wir markiert einzelne Richtlinien und ein abstraktes europäisches Wesen haben, hatte Rom einen Chef als heilig angesehen und eine vage religiöse Organisation auf Mythen gebaut an die alle glaubten.

Klar können und wollen wir heute nicht solche Organisation und Chef, aber sind wir nicht das entgegengesetzte Extrem dieser römischen Einheit ? Wenn wir uns in einem globalen Klima finden in dem niemand an Politiker glaubt und das System veraltet scheint, wie können wir von den Mitgliedern einer so großen Vereinigung erwarten dass sie zusammen halten um gemeinsam ein System bauen an dem sie alle glauben werden und welches funktioniert ?

 

Das einzige was noch vereint ist, ist die Jagd nach Reichtum, Erhaltung der individuellen Freiheiten und der Wunsch dem religiösen Konflikte ein Ende zu bereiten. Solche Ziele bleiben doch eine kleine Verbindung die uns noch zusammenhält. Aber wie lange ?

 

Wilson, er schon wieder, sieht als größte Lektion dass Europa von Rom lernen kann, welche Gewichtung sie Kaiser und Reich während der letzten zwei Jahrtausenden gaben. Nicht um diesen Punkt nach zu ahmen, sondern zu verstehen dass ihr gesamtes System nicht die einzige Grundlage für den Aufbau von Europa sein kann und soll. Natürlich, wenn wir das Ende des Römischen Reiches sehen folgern wir leicht dass dieses Modell nicht perfekt für uns ist.

 

Die Vergangenheit muss uns lehren : wir sollten nie vergessen wie man damals Einheit und kulturelle Differenz kombinierte. Gleichzeitig muss jeder Menschen, eines Tages, seine Geschichte und die uralten Modus abschütteln. Aber als Kind von seinen Eltern, sollte man immer den Rat seiner Vorfahren befolgen, vor allem, wenn sich dieser schon einmal bewiesen hat. Also sollte man daraus etwas gutes schaffen und die vergangenen Fehler der Familie nicht wiederholen.

 

Wir können unser Kind Europa nicht nach den Sitten seiner Uhrgrossmutter Rom erziehen. Aber wenn sich ein gutes altes Rezept durch die Generationen hinweg bewiesen hat kann man es behalten, unter der Bedingung es an seine Zeitalter und Kontext anzupassen.


 

Cassandre Flament


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